Hanfanbau

Der meiste Hanf wird in Frankreich, Kanada, China und Russland angebaut. Bis in die 50er Jahre, vor entsprechenden Maßnehmen der Bundesregierung gegen den Drogenkonsum, wurden unterschiedliche Sorten auch oft in Deutschland angebaut. Am besten gedeiht Hanf in gemäßigten bis tropischen Zonen.

Hanfanbau legal

Heute ist Hanfanbau von Sorten mit niedrigem THC-Gehalt genehmigungspflichtig und der von Sorten mit hohem THC-Anteil streng verboten. Hanf gehört zu den ältesten Zier- und Nutzpflanzen auf diesem Planeten. Diese Pflanze wird zur Ölgewinnung, zur Nutzung der Fasern, als Heilpflanze und auch als Drogenpflanze angebaut. Den Chinesen war der Hanfanbau eine willkommene Quelle schmackhafter und nahrhafter Samen. Auch die Fasern wurden schon früh als Heilmittel gegen Malaria eingesetzt und linderten ebenso Rheuma und andere Unpässlichkeiten. Diese Tatsache hilft vielen Patienten, die an einer Chemotherapie teilnehmen oder unter AIDS, Asthma bronchiale oder Epilepsie leiden.

In Europa ist der Hanfanbau seit ca. 5.500 Jahren bekannt. Es wurden Hanffäden und Kleidung aus Hanf gefertigt. Neben Flachs war Hanf die bedeutendste Faserpflanze in Europa. Auch in der Papierherstellung unternahm die Hanffaser einen Siegeszug durch Europa. In der Schifffahrt fertigte man widerstandsfähige Segeltücher aus Hanf, die besonders gut dem Salzwasser widerstehen konnten.

Nachdem die Hanfpflanze in der Mitte des 20. Jahrhunderts verdrängt worden war, befindet sie sich seit Anfang der 1990er wieder auf dem Vormarsch. Es wird jedoch bei Weitem nicht so viel produziert, wie Nachfrage vorhanden wäre.

Hanf selbst anbauen

Heute ist er im Hausbau gut einzusetzen und ist eine gute Basis für Wachmittel, Farben und Lacke. Die Hanffaser soll der Baumwollfaser in vielen Aspekten überlegen sein. Sie ist sehr robust und kann gut recycelt werden. Sie findet auch in der Landwirtschaft, als Futtermittel, ihre Verwendung. Insbesondere in Kornfuttermischungen für Vögel und Nagetiere werden Hanfkörner eingesetzt. Aufgrund des hohen Fettgehalts bescheren sie Jungtieren ein rasches Wachstum.

Für den Anbau benötigt man Braunerde, die mit einem feinerdreichen Horizont unterlagert ist. Die Wurzeln können bis zu 1,4 in den Boden reichen, also wesentlich tiefer als andere vergleichbare Nutzpflanzen. Daher lockert Hanf verhärteten, ausgelaugten Boden sehr gut. Dies hat den Vorteil, dass später anspruchsvollere Pflanzen wie z.B. Getreide gesät werden kann.

Bei Hanf handelt es sich um eine Pflanze, bei der die beiden Geschlechter getrennt voneinander vorkommen. Die männlichen Pflanzen werden früher erntereif. Sie sterben weitaus früher ab als die weiblichen. Man ist dazu übergegangen, einhäusigen Hanf zu züchten, da es sonst auch für eine maschinelle Ernte Probleme gegeben hätte. Hinsichtlich des Ertrages sind sie den diözischen Pflanzen aber unterlegen.


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